Geschichte der Nahrungsergänzungsmittel

Geschichte der Nahrungsergänzungsmittel

Kleine Geschichte der Nahrungsergänzung

Der Muskelmotor ist vergleichbar mit einem Automotor. Nur wenn Treibstoff in Form von Nährstoffen zur Verfügung steht, kann der Motor arbeiten. Wer über die gewöhnliche Ernährung nicht genug Vitamine oder Proteine aufnimmt, für den sind Nahrungsergänzungsmittel der schnelle und unkomplizierteste Weg, die wichtigen Nährstoffe zu sich zu nehmen.

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Schon die Seefahrerkrankheit Skorbut zeigte den Menschen was passiert, wenn wir nicht ausreichend Vitamine zu uns nehmen. Da sich Seefahrer in früheren Zeiten auf Reisen nur von Pökelfleisch und Zwieback ernähren konnten, fehlte ihnen das wichtige Vitamin C. Schon nach zwei bis vier Monaten auf See klagten sie über Zahnfleischbluten, Müdigkeit und Schwindel. Dabei können die Symptome von Skorbut schnell durch vitaminhaltige Zitrusfrüchte behandelt werden.

Auch Sauerkraut wurde in den Schiffküchen immer beliebter.

Doch erst Mitte des 18. Jahrhunderts fand der Chemiker Justus von Liebig heraus, dass unsere Nahrungsmittel aus den Komponenten Kohlenhydrate, Fette und Proteine bestehen. Eine bahnbrechende Entdeckung, die einen Grundstein unserer modernen Ernährungslehre legte. Auf Basis dieser neuen Formel wurde damals auch Babynahrung hergestellt, die jedoch zu schweren Mangelerscheinungen und sogar zum Tod führte, da Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine komplett fehlten. 20 Prozent der Neugeborenen, die mit der unzureichenden Milch-Alternative gefüttert wurden, starben vor dem 1. Lebensjahr.

Die Entdeckung des ersten Vitamins

Der niederländische Arzt, Pathologe, Bakteriologe und Hygieniker Christiaan Eijkman wurde im Oktober 1886 nach Indonesien ausgesandt, um in einem Labor von Batavia die bakteriologischen Ursachen der Beriberi-Krankheit zu untersuchen. Beriberi ist die Bezeichnung für verschiedene Krankheitsbilder (insbesondere Nervenentzündungen, Ödeme und Herzerweiterung), die auf einen Mangel an Thiamin (Vitamin B1) zurückgeführt werden. Eijkman fiel 1897 auf, dass durch Verfüttern von poliertem Reis bei Hühnern Beriberi entsteht. Dieser Vitamin B1-Mangeleffekt konnte durch das Verfüttern der Silberhäutchen des Reises behoben werden. Zusammen mit seinem Mitarbeiter Gerrit Grijns entdeckte er einen Anti-Beriberi-Faktor, der später durch Casimir Funk als das Vitamin B1 (Thiamin) identifiziert wurde. Eijkman ging zunächst irrtümlich davon aus, dass ein Pathogen auf gekochtem Reis ein neurotoxisches Toxin bildete.

Über die Jahrhunderte sind auf Basis dieser Erkenntnisse weitere Vitamine, Mineralstoffe usw. entdeckt worden. Chemiker versuchten in der ersten Hälfte des 20. Jh. die Synthese von Nährstoffen. Vitamin C wurde 1933 in einem Labor in Zürich entwickelt, zweihundert Jahre nachdem der schottische Arzt James Lind bewiesen hatte, dass Seeleute gegen Skorbut mit Zitrusfrüchten vorbeugen können. Dasselbe gilt auch für Vitamin D − man entdeckte, dass dessen Mangel bei Kindern Rachitis verursachte. Mehrere Länder – Grossbritannien bis ins Jahr 1971 – verteilten deshalb Dorschlebertran, bevor die aktuellen synthetischen Zubereitungen nutzbar waren. Die Forschung bewies auch den Zusammenhang zwischen Eisenmangel und Anämie oder Jodmangel und Kretinismus.

Es geht nicht nur um Kalorien

Was die Menschen essen bzw. trinken und welche Themen bei der Er­nährung im Vorder­grund stehen, ist immer auch Ausdruck politischer und wirtschaft­licher Ver­hält­nisse und damit gesamt­gesellschaftlicher Be­findlich­keiten. Im ländlichen Gebiet konnten sich die Menschen durch eigenen An­bau und Vieh­haltung in der Regel besser ver­sorgen. Neben nährwertbezogenen Aspekten im Kontext von Unter- oder Über­er­nährung ist die Er­nährung – was und wie wir warum essen – auch stark mit persönlichen Ge­schichten ver­knüpft. Ebenso wie der Konsum variiert auch die Klassifizierung von Nahrungsergänzungsmitteln von Land zu Land. Durch entsprechende Werbung und Kampagnen sind Nahrungsergänzungsmittel mittlerweile allgemein zur Normalität gewordenund die Zahl der Konsumenten weltweit steigt. In Europa nutzen sie 65 Prozent der Österreicher, 59 Prozent der Dänen, 43 Prozent der Deutschen, 20 Prozent der Franzosen und 9 Prozent der Spanier. Eine weitere Tendenz ist das wachsende Interesse an leistungssteigernden Substanzen und Sportnahrung. In Europa könnte der 2015 auf 7,2 Milliarden Euro geschätzte Umsatz dieser Branche bis 2020, 7,9 Milliarden Euro erreichen.

Was versteht man genau unter Nahrungsergänzungsmitteln?

Es sind Nährstoffkonzentrate, entweder Vitamine (besonders A, B, C,D, E), Mineralsalze (Kalzium, Kalium, Magnesium, Zink, Selen, Natrium, Kupfer usw.) oder andere Substanzen mit ernährungsphysiologischer Wirkung. Wie der Name vermuten lässt, eignen sie sich nicht als Ersatz für eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung, sondern lediglich als deren Ergänzung. Ob Kapseln, Pastillen, Tabletten, Pulver, Flüssigkeitsampullen – Ergänzungsmittel werden in Apotheken, Grossmärkten, im Internet, auch in Spezialgeschäften verkauft. Grundsätzlich kann mit individuell abgestimmtem Essen und Trinken eine Bedarfsdeckung auch bei leistungsorientiertem Training erreicht werden.

Ob das individuelle Ess- und Trinkverhalten eine adäquate Deckung garantiert, kann nur per Labordiagnostik, Ernährungsanamnese sowie Befindlichkeits- und Leistungskontrollen geklärt werden. Ist die gewünschte Leistungsentwicklung vorhanden und kommt es beispielsweise nicht zu erhöhter Infekt- und Verletzungsanfälligkeit, deutet dies auf eine ausreichende Nährstoffversorgung hin. Rund um vegetarische oder vegane Ernährung und unseren stressigen Alltag ist es schwer geworden immer die optimale Versorgung sicherzustellen – vor allem bei erhöhter, körperlicher Betätigung.

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